Fischauge Ulm  
     
 
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Fischauge Ulm - Fischer, Gerber & Müller
Fischer, Gerber & Müller Fischerviertel
 
Das Handwerksviertel  
 
 
Lange war das Fischer- und Gerberviertel stark geprägt von den verschiedenen Handwerkszünften. Nicht ohne Grund haben sich die Handwerker einst an der Blau angesiedelt. Der Fluss, der 18 km nordwestlich von Ulm in Blaubeuren entspringt, war vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert die Lebensader der Stadt. Jedes auf Wasser angewiesene Handwerk siedelte sich an ihren Ufern an: Fischer, Schiffsleute, Müller, Gerber, Garn- und Seifensieder, später kamen auch etliche Wirtshäuser dazu.
Die typische Bauweise der Fachwerkhäuser an der Blau ist auf das Handwerk der Gerber zurückzuführen. Das geruchsintensive Gerben von Leder benötigte viel Wasser. Die Häuser wurden mit Stegen versehen, auf denen die Arbeiter die Häute spülten. Die gespülten Häute wurden dann zum Abtropfen auf die Galerien gehängt. Um die Fassaden vor der scharfen Brühe zu schützen, wurden die Häuser zusätzlich mit Holz verschalt. Die alten Gerberhäuser verleihen dem Viertel auch heute noch sein charakteristisches Aussehen. Neben Gerben und Fischen war das Müllerhandwerk der wohl älteste Wirtschaftsfaktor des Viertels. Bis zu sieben Mühlenräder klapperten gleichzeitig im Blauwasser und mahlten Öl oder schnitten Holz.