Im Bereich des Fischerplätzles erhob sich der Einlassturm, durch dessen Tor auch späte Gäste noch in die Stadt gelangten. Allerdings konnte man Ulm nur vom anderen Donauufer mit Hilfe der Fischer erreichen, die mit Zillen übersetzten und durch das heute noch sichtbare Tor in den „Gumpen“ fuhren.
An die Tradition der Fischer und Schiffleute erinnern das „Schöne Haus“ und das „Zunfthaus der Schiffleute“, die beide lange Zeit sowohl von Fischern als auch von Schiffleuten bewohnt wurden. Eine alte Fischerzille, die an der Außenfassade des Schönen Hauses lehnt und ein Gemälde des einstigen Fernziels Belgrad dokumentieren die regen Handelsbeziehungen Ulms mit anderen Donauländern. Bevor man die Stadtmauer passiert, stößt man auf das Fischerplätzle.
Die darum errichtete Stadtmauer, die 1482 „in die reißende Strömung der Donau“ gebaut wurde und heute als Wahrzeichen Ulms gilt. Das gleich gegenüberliegende Zunfthaus der Schiffleute aus dem Jahre 1490 erzählt in seiner Bauweise vom Leben und der Arbeit der hier angesiedelten Handwerker. An der Blauseite zeigt das Gebäude die typische Stelzenbauweise der Fischer, die unter den Stelzen ihre Fischdauten befestigten. Im Inneren des Hauses erinnert außerdem ein fünf Meter hoher Hallenraum an die Zunft der Schiffleute, die ihre Zillen während der Wintermonate hier einlagerten.
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