Alljährlich schließt sich der Schwurrede ein bunter Wasser festzug an. Diese Tradition d es sogenannten „Nabada“ – zu Deutsch: herunter schwimmen bzw. baden – lässt sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen. An den Ufern der Donau versammeln sich hierzu Zehntausende, um die phantasievollen Schiffs- und Floßkonstruktionen zu bestaunen, die hier präsentiert werden.
Ebenfalls zur Tradition geworden ist die Lichterserenade, die jedes Jahr am Samstag vor dem Schwörmontag abgehalten wird. Tausende von roten und gelben Windlichtern treiben die Donau hinab und verwandeln den Fluss bei abendlicher Dämmerung in ein Meer aus Licht.
Alle vier Jahre findet im Rahmen der Schwörmontagsfeierlichkeiten das Fischerstechen statt. Die Anfänge dieses spektakulären Wasserturniers gehen bis ins Jahr 1438 zurück. Dabei duellieren sich jeweils zwei Fischer, die mit einer Lanze ausgerüstet auf der Spitze Ihres Bootes balancieren und dabei versuchen, den Gegner von seinem Boot zu stossen. Gewonnen hat, wer trocken bleibt.
Bis zu 25.000 Besucher erfreuen sich an diesem Wettstreit und dem dazugehörigen Umzug der Bindertänzer. Der Schwörmontag ist in Ulm ein Feiertag: um 14 Uhr schließen die meisten Geschäfte ihre Türen und nach dem Nabada verfällt die gesamte Innenstadt der Feierlaune. Bis tief in die Nacht wird auf den Straßen und in den vielen Cafes, Bars, Restaurants und Clubs zu Live-Bands und Club-Musik getanzt und gefeiert.
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