Südlich des Rathauses, im Zentrum des Marktplatzes, steht der älteste erhaltene Brunnen der Stadt aus dem Jahre 1482, der Syrlin-Brunnen. Bei den Ulmern ist der Brunnen allerdings besser bekannt als „Fischkasten-Brunnen“. Dieser Name leitet sich aus der ursprünglichen Funktion des Brunnens ab, an Markttagen als Becken für die Lebendware der Fischer zu dienen.
Umsäumt von vielen Cafes, Restaurants, Geschäften, Galerien und dem Ulmer Museum ist der Marktplatz heute vor allem in den Sommermonaten ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. Ob bei Stadtfesten, traditionellen Feiern oder Fußball-Events, hier feiern die Ulmer mit südländischer Laune in mediterranem Flair.
Unterhalb des Marktplatzes befindet sich der 1349 errichtete Metzgerturm. Als Teil der schützenden Stadtmauer diente dieser, als „schiefer Turm von Ulm“ bekannte Bau, einst als Schlachthaus. Die Neigung des Turms von 2,05 m aus seinem Lot ist wohl auf den Schwemmlanduntergrund zurückzuführen, auf dem er errichtet wurde.
Die Legende erzählt allerdings eine etwas andere Geschichte: Hiernach erhielt der Turm seine Schieflage durch betrügerische Metzger, die im oberen Teil des Turms eingekerkert, aus Angst vor dem Henker, alle in eine Ecke ihrer Zelle dicht zusammen gedrängt kauerten. Das Gewicht der immer wohlgenährten Metzger soll den Turm ins Wanken gebracht und ihm so seine Schieflage beschert haben.
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